Kraftschöpfung

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Hochbegabung und Hochsensitivität

Ist jemand intellektuell hochbegabt wissen sie/er und seine Umgebung es oft nicht. Hierfür wird das Thema Hochbegabung und Hochsensitivität in unserer Gesellschaft viel zu wenig thematisiert. Trotzdem wäre es wichtig, diesbezüglich mehr zu informieren. Denn hochbegabt und hochsensitiv zu sein ist oft ganz und gar nicht einfach.

Ein hochbegabter Mensch wird als hochbegabt eingestuft, wenn er beim Intelligenztest einen IQ (Intelligenzquotienten) von 130 und mehr aufweist. Wobei der Intelligenztest nicht das Mass aller Dinge ist. Denn je nach Tagesform kann auch ein Hochbegabter den Test total verfehlen und unter dem geforderten IQ von 130 liegen.

Ein Hochbegabter kann nicht nur in einem Bereich aussergewöhnlich talentiert sein sondern auch in mehreren. Dies kann technische, soziale, sportliche, musische, sprachliche, naturwissenschaftliche, mathematische und viele andere Bereiche betreffen.

Hochbegabte sind oft auch hochsensitiv. Sie nehmen viele Dinge, die um sie herum geschehen viel intensiver als andere war; was sich auch nachteilig für sie auswirken kann. Beispielsweise kann es sein, dass sie in der Stadt oder in grossen Menschenmengen viel schneller als andere ermüden, weil sie zu viele Eindrücke auf einmal aufnehmen

(wie ein Schwamm). Dadurch, dass sie zu viel aufnehmen, sich in andere einfühlen und spüren können was in ihnen vorgeht, dauert die Verarbeitung oft länger. Ein weiteres Beispiel ist, dass wenn sie sich in einer Gruppe befinden, sie sich oft einsam fühlen und nicht verstehen können warum. Sie haben dann das Gefühl nicht dazu zu gehören und nicht interessant zu sein.

Hochbegabte sind extreme Schnelldenker und Schnellsprecher. Es ist manchmal schwierig ihren Gedankensprüngen zu folgen, da sie willkürlich von einem Thema zum anderen wechseln können. Diese Art kann andere Menschen ermüden und überfordern.

In der Schule gibt es hochbegabte Kinder die durch ihre herausragenden Resultate auffallen. Es gibt aber auch die Anderen, die auch hochbegabt sind jedoch als Störenfriede im Unterricht hervorgehen, weil sie sich unterfordert fühlen. Wiederum andere erreichen nie

die geforderten Resultate die sie eigentlich erbringen könnten, da die Reizüberflutung schlicht zu hoch ist. Manche beenden ihre Schulkarriere und Lehrzeit ohne Diplom, weil sie mit dieser Art von Lernen überhaupt zurechtkommen wie zum Beispiel Steve Jobs, der ohne eigentlichen Schulabschluss mit Apple weltberühmt wurde oder Albert Einstein, der eine klägliche Schullaufbahn vorzuweisen hatte.

Später wird es im Berufsalltag für manch einen Hochbegabten nicht einfacher. Sie werden oft gemobbt und fühlen sich alleine gelassen. Sehr oft langweilen sich hochbegabte innert kürzester Zeit in einer Arbeitsstelle. Doch gerade weil sie sich so unsicher fühlen und sich auch demnach benehmen, pingelig sind und wenig Selbstbewusstsein aufweisen,

bleiben sie still und unglücklich. Dabei wären sie exzellente Führungspersonen mit einem Flair fürs Organisatorische, einem analytischen Blick fürs Wesentliche und der Fähigkeit Zusammenhänge schneller als andere zu fühlen und zu verstehen. Nun ist es aber in unserer Leistungsorientierten Gesellschaft leider so, dass Menschen mit

besonderen Fähigkeiten und Begabungen oftmals viel zu wenig Beachtung erhalten. Diplome und Auszeichnungen haben einen höheren Stellenwert als das eigentliche Können.

Hochbegabt und hochsensitiv zu sein ist keine Krankheit. Also machen Sie etwas daraus!


 

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